Ehemalige Bahndirektion, Köln
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Wettbewerb 

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Das 1913 als „Königliche Eisenbahndirektion Köln“ fertiggestellte Gebäude war und ist in seiner neoklassizistischen Pracht und seiner herrschaftlichen Erscheinung ein wichtiger, qualitätvoller Baustein des Kölner Rheinpanoramas.

Die durch Kriegsbeschädigungen verlorengegangene Dachlandschaft war für Proportion und Gestalt des Gebäudes prägend. Während sie zum Zeitpunkt der Fertigstellung ein Mittel war, die Gestalt und Proportion des Gebäudes zu formen, bedingen heute neue Nutzungsanforderungen einen neuen Umgang mit der Dachlandschaft.
Die Verfasser schlagen daher vor, die ursprüngliche Dachlandschaft mit zeitgemäßen, modernen Mitteln neu zu interpretieren, unter größtmöglicher Wiederherstellung der ursprünglichen neoklassizistischen Figur und Anmutung. 

Das Dach soll die Wirkung des Gebäudes unterstützen, ohne sie zu übertönen. Daher wählen die Verfasser analog des ursprünglichen homogenen, geometrisch klaren Schieferdaches eine ähnlich homogene und klare Pfosten-Riegel-Konstruktion, die die Gestaltungsmerkmale des ursprünglichen Daches aufnimmt, im Einklang mit dem Gebäude steht und gleichzeitig den Nutzungsanforderungen nach Durchsicht, Schallschutz, Sonnenschutz etc. Rechnung trägt.

Das Dach wird in Anlehnung an die ursprüngliche Form auf dem Eingangsportikus als Walmdach und auf den Seitenflügeln als Mansarddach ausgebildet.
Zur Verzahnung des Daches mit dem Gebäude werden im Mansardgeschoss Gauben angeordnet. Diese den ursprünglichen Entwurf prägenden Elemente transportieren die Gliederung der Hauptfassade ins Dach und verbinden zusätzlich das Mansardgeschoss mit dem Architravgeschoss des Eingangsportikus.

Die konstruktive Struktur des Daches zeichnet die Gebäudeachsen nach und bindet Dach und Gebäude so zusammen. Durch den sich aus dem Bestand ergebenden großen Achsabstand und die raumhohe Verglasung werden großzügige Ausblicke auf das Rheinpanorama freigegeben. Die Rasterung ermöglicht eine flexible Grundrissbelegung.

Aufgabe

Begrenzter Wettbewerb für eine Dach- und Fassadenplanung

Bauherr

Hochtief Solutions AG, Düsseldorf

Standort

Köln

Bauvolumen

27.000 qm BGF

Wettbewerb