Hessischer Landtag, Wiesbaden
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Wettbewerb 

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Der vorliegende Entwurf gliedert die komplexe Bauaufgabe in drei ablesbar voneinander getrennte und doch funktional miteinander vernetzte Bauteile: den Plenarsaalbereich mit darunterliegendem publikumsbezogenem Öffentlichkeitsbereich, den parlamentarischen Öffentlichkeits-und Besprechungsbereich mit Fraktionssälen, Pressekonferenz, Lobby, Ältestenrat etc. und den Bürobereich der Abgeordneten.Durch die Einbettung des Plenarsaales in die von der historischen Bebauung vorgegebene Hofsituation des Mitteltraktes bildet sich nach Osten ein glasüberdeckter, 3-geschossiger Empfangshof, der die alten Fassaden als Raumhülle nutzt. Außerdem wird die funktionale Anbindung an den Nord-und den Südflügel des Mitteltraktes und die maßstäbliche Einbindung in die vorhandene historische Bausubstanz erreicht.

Durch die Zurücknahme der jetzigen Bebauungslinie des Plenarsaales zur Grabenstraße auf die Flucht des westlichen Giebels des Nordflügels entsteht ein großzügiger Platz ("Platz des Landtages"), der die Grabenstraße eindeutig aufweitet, den Plenarbereich sichtbar macht ihm einen repräsentativen Vorplatz sichert und dem Bäckerbrunnen ein neues, attraktives baumbestandenes Umfeld verschafft. Zugleich bietet dieser Platz Raum für Feste und Veranstaltungen sowie gastronomische Einrichtungen. Durch die Anordnung des Plenarsaales im 1. Obergeschoß werden zwischen Schloßinnenhof und "Platz des Landtages" Flächen gewonnen, die zwischen öffentlichem und geschlossenen Raum gelegen vielfältigste Publikumsnutzungen ermöglichen.

Durch die Schaffung des Platzes, dessen östliche Wand die Fassade des Plenarsaals bildet, wird sowohl dem Moment der Repräsentation als auch dem Moment der Bürgernähe Rechnung getragen. Gleichzeitig gewinnt die Stadt Wiesbaden einen neuen, urbanen Platz, der die politische Repräsentanz in das städtische Leben selbstverständlich und sichtbar einbindet und dem Bürger offen, transparent und unaufdringlich präsentiert. Bürger und die von ihnen gewählten Abgeordneten begegnen sich im Bild dieser neuen städtebaulichen Situation.

Aufgabe

Neubau des Hessischen Landtages, Realisierungswettbewerb

Bauherr

Land Hessen vertreten durch das Hessische Ministerium der Finanzen

Standort

Wiesbaden

Bauvolumen

7.000 qm BGF

Wettbewerb