Wiedererrichtung des Berliner Schlosses
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Wettbewerb 

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Die Verfasser schlagen vor, das ehemalige Schloss nicht nur in den vorgegebenen Fassadenabschnitten, sondern in seiner grundsätzlichen baukörperlichen Block-Struktur mit dem Aufbau der ehemaligen Raumtiefen wieder zu errichten. Diese Wiederherstellung erinnert nicht nur authentisch an die alte Gestalt, sondern ermöglicht auch zeitversetzt die Rückgewinnung kunsthistorisch als wertvoll erachteter Innenräume. Ebenso sollen die 6 Portale außen und innen sowie ihre räumliche Verbindung wiederhergestellt werden.

In den so wiedererstehenden nunmehr ungeteilten Innenhof des Hohenzollernschlosses stellen die Verfasser einen Baukörper, der die Erschließungs-und Verteilerfunktion mit Ausstellungs-und Nebenflächen aufnimmt und so die umlaufenden Raumfolgen des rekonstruierten Schlossbaukörpers frei von kleinteiligen Nutzungen uneingeschränkt flexibel für die musealen Sammlungen zur Verfügung stellt. Der Quader fungiert so als Herz, als dienender Raum, als Kern, das Schloss als umgebende Schale, als Körper, als bedienter Raum. Beide Volumina sind durch Brücken miteinander vernetzt, zwischen ihnen entsteht ein glasgedeckter, umgebender "Straßenraum" von hoher räumlicher Qualität, aus dem heraus das Ursprüngliche und das Hinzugefügte deutlich ablesbar sind und in ihrer dialektischen Verknüpfung erkennbar werden. Es gelingt dadurch nicht nur die Wiedergewinnung der alten Schlossstruktur, sondern auch eine optimale Erschließung samt der Ver-und Entsorgung aller Ebenen, sowie eine übersichtliche Orientierung und Auffindbarkeit aller Museumsbereiche.

Letztendlich bilden die Fassaden des Schlosses mit dem eingestellten Erschließungs-und Ausstellungsquader einen U-förmigen Straßenraum, dessen Ausbildung in Verbindung mit der Eingangshalle jene überwältigende räumliche Faszination schafft, die dem Gedanken des Humboldt-Forums angemessen ist, ohne die Architektur des Schlosses, insbesondere des Schlüterhofes übertönen zu wollen. Eine zurückhaltende, gleichwohl selbstbewusste Eleganz sollte die Handschrift der Gegenwart sein.

Aufgabe

zweiphasiger Realisierungswettbewerb

Bauherr

Bundesamt für Bauwesen und Raumordnung (BBR)

Standort

Berlin

Bauvolumen

94.000 qm BGF

Wettbewerb